In Kernkraftwerken, aber auch beim Uranabbau und in der Medizin fällt radioaktiver Abfall an, der sicher entsorgt werden muss, damit die Strahlung keine Schäden anrichten kann. Verbrauchtes Material wird zunächst in Zwischenlagern so lange aufbewahrt, bis die Brennelemente ihre Zerfallswärme weitestgehend abgegeben haben. Danach erfolgt der Transport in ein Endlager.
Weltweit herrscht Einigkeit darüber, dass die Lagerung von Atommüll in tiefe geologische Formationen am sinnvollsten ist. Radioaktive Abfälle verlieren praktisch niemals ihre Strahlung und Gefährlichkeit. Deshalb werden Endlager auf eine Million Jahre geplant.
Die Problematik liegt darin, dass keinesfalls Wasser in ein Endlager eindringen darf, das radioaktive Strahlung transportieren kann. Ein Standort wird zurzeit erforscht: die Naturreaktoren Oklo in Gabun. Vor etwa 1,5 Milliarden Jahren stellte er die Uran-Kettenreaktionen ein, schlicht aufgrund von natürlichem Zerfall der Uranisotopen. Oklo hat keinen Zugang zu Wasser. Deshalb wird die Wanderung von radioaktiver Strahlung verhindert.
Bisher wurde die endgültige, also nicht umkehrbare Lagerung von Atommüll geplant. In letzter Zeit kamen Diskussionen darüber auf, Endlager mit einem Zugang zu versehen, da man davon ausgeht, dass zukünftige Generationen in der Lage sind, aus dem Atommüll etwas Sinnvolles zu schaffen.
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