Was ist die Halbwertszeit?

Sanduhr - Flickr by this.is.seba

In der Atomenergie spricht man von der radioaktiven Halbwertszeit. Das bedeutet Folgendes: In einer bestimmten Zeitspanne nimmt die Aktivität eines Radionuklids um 50 %, also die Hälfte, ab. Das passiert durch Zerfall. Die Hälfte der Atomkerne verwandeln sich in andere Nuklide, die radioaktiv sein können, aber nicht müssen. Als Nuklide bezeichnet man verschiedene Arten von Atomen. Ein Jod-Nuklid beispielsweise hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen. Bei dem Schwermetall Plutonium besteht eine Halbwertszeit von über 24.000 Jahren, bei Uran liegt sie bei 4.468.000.000 Jahren, und bei Thorium bei 14.050.000.000 Jahren.

Angesichts dieser Zahlen wird klar, warum die sichere Lagerung von strahlendem Material wie Uran und Plutonium so schwierig ist. Man muss dafür sorgen, dass die Strahlung mindestens 4.468.000.000 bzw. 24.000 Jahre lang keine Schäden anrichten kann. Das gilt selbstverständlich auch auf den Transportwegen von Abbaustandort zum Kernkraftwerk und von den Meilern zu Zwischen- oder Endlagern oder der Wiederaufbereitungsanlage im englischen Sellafield.

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