Eons Chancen liegen in der Reduktion

 

Streik ver.di - Flickr by Lisa Roderer

Erstaunlich mutet zunächst an, dass der Ver.di Chef Erhard Ott den Stellenabbau bei Eon nicht nur billigt, sondern sogar als Chance sieht. Eon baut etwa 11.000 Arbeitsplätze weltweit ab, davon sind ca. 6.000 Stellen in Deutschland betroffen. Nun werden die Arbeitnehmer nicht einfach auf die Straße gesetzt, was Herr Ott wohl weniger wohlwollend betrachtet hätte. Der Kompromiss, den Ver.di und Eon eingegangen sind, sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Arbeitnehmer werden auf andere, teilweise neue Arbeitsgebiete verteilt, die sich beispielsweise durch die Konzentration auf erneuerbare Energien ergeben.
  • Arbeitnehmer können zu guten Bedingungen in den Vorruhestand gehen. Die so frei werdenden Stellen werden zunächst nicht besetzt.
  • Über eine zu gründende Transfergesellschaft sollen betroffenen Arbeitnehmer so schnell wie möglich in andere Stellen vermittelt werden.
  • Es werden Abfindungen gezahlt, die die Arbeitnehmer sozial absichern.
  • In einer Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft werden Arbeitnehmer weiter ausgebildet und beschäftigt, sodass sie nicht ihre Kenntnisse verlieren und gegebenenfalls als Berufsanfänger neu einsteigen müssen.
  • Entlassungen werden nach Kräften vermieden, und Eon will 200 neue Azubis unbefristet in den Betrieb übernehmen, den Rest der Lehrlinge in befristeten Arbeitsverträgen.

Unter diesen Bedingungen konnte sich Ver.di mit der Umstrukturierung von Eon einverstanden erklären. Der Tarifvertrag gilt bis 2016.

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