Es hat wohl niemanden gewundert, dass die Uranaktien nach dem Unglück in Fukushima eine rasante Fahrt in den Börsenkeller hinlegten. Plötzlich wollte niemand mehr mit dem chemischen Element etwas zu tun haben, der Besitz von Uranaktien galt als nur noch wenig salonfähig. Das könnte sich in naher Zukunft ändern.
Börsenspezialisten sagen steigende Kurse voraus für die Uranaktien. Diese Meinungen haben sie aus verschiedenen Gründen: Viele Länder werden ihre Atompolitik weiter ausbauen oder ganz neu aufbauen. Zahlreiche Kernkraftwerke sind im Bau oder in der Planung. Durch erhöhtes Wirtschaftswachstum wächst auch der Bedarf an Strom. Da Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien nicht in allen Ländern so weit fortgeschritten sind wie in Deutschland, bleibt ihnen nur der Zugriff auf Atomenergie. Besonders China und Russland werden ihre Atomenergie vorantreiben.
Der Bedarf an Uran kann nicht mehr lange aus Vorräten oder recyceltem Uran gedeckt werden. Die Förderungen im Tage-, Tief- oder Lösungsbergbau werden wieder aufgenommen oder neu begonnen.
Fachleute verzeichnen vermehrt Übernahmen kleiner Förderbetriebe durch große Unternehmen. Das interpretieren sie als Zeichen für rosige Aussichten auf dem Uranmarkt. Nicht ganz 600 Kernkraftwerke warten weltweit auf ihre Inbetriebnahme, Baugenehmigung oder Planung. Sie alle müssen Brennelemente haben. Die Vorräte reichen nicht für alle Kernkraftwerke, und die Förderung geht nur langsam voran. Deshalb gehen die Experten von Preissteigerungen bei Uran aus, die sich auch auf den Aktienmarkt in diesem Bereich auswirken wird.
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