Die SPD hat bereits im Jahr 2001 zusammen mit den Grünen den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Dieser Beschluss kam durch den Regierungswechsel nicht mehr zur Anwendung. Die SPD unterstützt die Ansätze der CDU deshalb, wobei ihr der Zeitplan zu weitläufig ist. Auch der bis 2020 zu erreichende Anteil von sogenanntem Ökostrom von 35 % ist der SPD zu niedrig, hier fordert sie mindestens 40 %. Die SPD argumentiert mit einem Programm aus 13 Grundsätzen, die die Themen Abschaltung der Atomkraftwerke, Abfallentsorgung, Kostenstabilität, den Wirtschaftsstandort Deutschland, Energieeffizienz, Arbeitsplatzerhaltung und -schaffung, Klimaschutz, Lebensqualität und weitere umfassen.
Wie viele und wie diese Grundsätze umgesetzt werden können, hängt von den nächsten Bundestagswahlen ab. Solange die SPD nicht regiert, wird die Realisierung ihres Konzeptes zum Atomausstieg schwierig und nur in Zusammenarbeit mit den Regierungsparteien möglich, die wiederum ihre eigenen Vorstellungen davon umsetzen wollen. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass sich im Grunde alle Parteien einig sind, aus der Atomenergie aussteigen zu wollen. Auch die Maßnahmen und Bedingungen gleichen sich in weiten Teilen. Unterschiede gibt es in den Zeitplänen und in den Finanzierungsmöglichkeiten.
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