Energie der Zukunft
Februar 2007
Bei allen Unterschieden im Detail sind sich die großen „think tanks“ in Ihren energie- und umweltpolitischen Analysen sowie Prognosen in einem einig: Die zentralen Herausforderungen des vor uns liegenden Jahrhunderts sind der wachsende Hunger nach Energie bei knapper werdenden Ressourcen, die weltweite Erwärmung des Klimas in Folge des hohen CO2- Ausstoßes...
"Als Umweltschützer stehe ich nicht allein mit meinen Überlegungen zu diesem bedeutenden Thema: Prominente internationale Umweltschützer haben erkannt, dass Kernenergie das einzig zweckmäßige zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen bei gleichzeitiger Deckung der weltweit wachsenden Energienachfrage ist."
Greenpeace-Mitbegründer und Klima-Experte Dr. Patrick Moore über die
Optionen der Menschheit im Kampf gegen die Treibhausgase: Nur mit einer
Kombination aus erneuerbaren und nuklearen Energieträgern kann das Problem beherrscht werden.
Das Prinzip des Treibhauseffekts ist bekannt: In einem Glashaus wird die Kraft der Sonne quasi eingefangen. Das energiereiche Licht kann von außen herein, die entstehende Wärme aber nur teilweise wieder heraus. Ursache sind die unterschiedliche Wellenlängen von Licht und Wärmestrahlung. Glas ist lichtdurchlässig, absorbiert aber Wärme.
"Wie auch der jüngste G8-Gipfel wieder gezeigt hat, isoliert sich Deutschland mit seinem energiepolitischen Sonderweg immer mehr. Weder Europa noch der Rest der Welt folgen dem deutschen Beispiel..."
Dr. Walter Hohlefelder, Präsident des Deutschen Atomforums, zur zunehmenden Selbstisolation Deutschlands in der Frage der Kernenergienutzung
"Der Industriestandort Deutschland steht weiter unter dem Druck der internationalen Konkurrenz. Um in diesem globalen Wettbewerb mithalten zu können, benötigen wir eine sichere, wettbewerbsfähige und umweltverträgliche Energieversorgung."
Jürgen R. Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), über den Standortfaktor Energie.
"Es ist bekannt, dass eine prosperierende Volkswirtschaft unmittelbar an die kostengünstige, zuverlässige und sichere Bereitstellung von Energie gekoppelt ist. Energieeinsparappelle dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass sie nur sinnvoll sind, wenn das Energieangebot quantitativ und qualitativ stimmt."
Ein Plädoyer für eine ideologiefreie Energiepolitik von Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München
"Der Klimawandel ist Realität. Wir haben einige Schlüssel-Felder identifiziert – Sonne, Wind, Erdwärme, Biomasse, Wasserstoff, CO2-Abtrennung. Als wir vor kurzem in der EU-Kommission das Energie-Paket diskutierten, hatten wir zugleich die Frage der Versorgungssicherheit vor uns..."
Interview mit Janez Potocnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung
"Für die Zulässigkeit der Strommengenübertragung ist zu unterscheiden zwischen neueren und älteren Kernkraftwerken. Die Übertragung von 'alt' auf 'neu' ist ohne Zustimmung einer staatlichen Stelle zulässig. Der Streitpunkt betrifft die Übertragung von 'neu' auf 'alt'. Für sie ist streitig, wer über die Zulässigkeit der Strommengenübertragung zu entscheiden hat und nach welchen Kriterien die Entscheidung zu treffen ist."
Prof. Dr. Fritz Ossenbühl, Verfassungsrechtler: Die Position des Bundesumweltministeriums zur Strommengenübertragung widerspricht der geltenden Vereinbarung mit der Wirtschaft
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