Anti-Atom Flash Mobs rütteln auf

Am 9. April 2011 fand in Berlin ein Flashmob gegen den Einsatz von Atomenergie statt. Am Berliner Breitscheidtplatz, direkt im Angesicht der Gedächtniskirche an der Schnittstelle von Kurfüstendamm und Tauentzien, herrscht der übliche Trubel. Touristen und Berliner tummeln sich auf dem Platz, laufen scheinbar ziellos umher, sitzen auf den Steinblöcken in der Sonne – bis eine nervtötende Sirene erschallt. Innerhalb von Sekunden fallen Dutzende Menschen zu Boden, bleiben reglos liegen. Die wenigen Unbeteiligten sehen sich staunend um, machen besorgte Gesichter. Als die Sirene verstummt, stehen die Menschen wieder auf und gehen ihrer Wege, als wäre nichts passiert.

Drei Tage später wiederholt sich das Szenario am Berliner Alexanderplatz mit größerer Beteiligung. Diese harmlosen Aktionen sind als Demonstrationen gegen die Atomenergie gedacht und erregen treffsicher die Aufmerksamkeit der Politiker und der Passanten, die unfreiwillig teilnehmen. Die Welle der Anti-Atom-Flashmobs rollte durch ganz Europa und findet immer mehr Anhänger. Da diese Aktionen immer nur wenige Minuten dauern und durch nichts vorhersehbar sind, sind auch Polizei und Behörden recht machtlos gegen die Flashmobs.

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