Die Deutsche Welle und Gobal 3000 informieren über Atomkraftwerke

Rund 440 Kernkraftwerke werden zurzeit weltweit betrieben, und trotz Fukushima sind Hunderte weitere geplant oder im Bau. Diese werden nach dem neusten technischen Wissensstand erbaut, so hofft man. Bestehende oder im Bau befindliche Atomkraftwerke werden derzeit auf ihre Sicherheit überprüft, und sogar China hat Überprüfungen angekündigt und neue Baumaßnahmen zunächst verschoben. Die Regierung hat Baustopps angeordnet, bis die Prüfungen abgeschlossen sind.
Aber wie sieht es aus mit den aktiven Atomkraftwerken?

Im kalifornischen San Luis Obispo, mitten im Erdbebengebiet, befindet sich ein Atommeiler, der nicht erdbebensicher gebaut wurde. Hier forden sogar die Befürworter der Atomenergie ein sofortiges Abschalten. Grundsätzlich ist für die USA jedoch der Atomausstieg nicht machbar, so die Aussagen der Regierung.

Auch in Europa gibt es Erdbebengebiete, zum Beispiel in Bulgarien, wo derzeit in Belene ein Atomkraftwerk im Bau ist. Um sich abzusichern, will Bulgarien von den russischen Bauherrn neue Garantien zur Sicherheit einfordern. Das Kernkraftwerk in Kosloduj bleibt in Betrieb, hier wurde modernisiert.

In diesem Bericht wird auch Biblis erwähnt, das nach den Ereignissen in Fukushima stillgelegt wurde. Es liegt im Rheingraben, der ebenfalls anfällig ist für Erdbeben, wenn auch in weitaus geringerer Stärke als in anderen Ländern der Erde. Hier haben die Proteste der Bürger gewirkt. Als Reaktion auf Fukushima und den wachsenden Protest der Bevölkerung hat die deutsche Regierung den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen.

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